ProACT – Ballons gegen Inkontinenz

Inkontinenz ist nicht nur ein Frauenproblem. Nach radikaler Prostatektomie (Totalentfernung der Prostata) kommt es bei Männern häufig zur Harninkontinenz. Beim ProACT Verfahren handelt es sich um ein innovatives minimal-invasives Verfahren zur Behandlung der Inkontinenz. Unsere Urologen implantieren dabei 2 Silikonballons neben der Harnröhre, die den unwillkürlichen Harnabgang verhindern.

Das Verfahren ist in der Regel ambulant durchführbar. Über einen kleinen Hautschnitt werden im Dammbereich zwei Silikonballons links und rechts der Harnröhre am Blasenausgang implantiert.

Die Platzierung der beiden Silikonballons erfolgt genau an der Stelle, an der vorher die Prostata war, man kann also von einer Art künstlichen Prostata sprechen. Damit ist gewährleistet, dass der Patient einerseits kontinent ist, andererseits trotzdem auf normale Weise Wasser lassen und die Blase vollständig entleeren kann. Hierbei erfolgt die Blasenentleerung, ohne dass (wie nach der Implantation eines künstlichen Schließmuskels) zuvor ein Pumpmechanismus betätigt werden muss.

Die Implantation der beiden Ballons erfolgt in einem unkomplizierten, halbstündigen Eingriff. Dabei werden die Ballons mit einem Röntgenkontrastmittel befüllt, so dass die Platzierung unter Röntgenkontrolle genau erfolgen kann.

Weitere Spezialleistungen

  • Refertilisation

    Wie wird eine Sterilisation beim Mann rückgängig gemacht? Bei der Sterilisation des Mannes (=Vasektomie) wird aus dem Samenleiter ein kurzes Teilstück entfernt und die Enden verschlossen.

  • UroLift ® bei gutartiger Prostatavergrößerung

    UroLift ist eine „minimalinvasive“, also schonende operative Technik zur Behandlung der gutartigen Prostata-Vergrößerung, bei der das überschüssige Prostatagewebe durch Verankerung mehrerer Fäden zur Seite gedrängt wird, um so den Harnfluss wieder freizugeben.