Radiale Extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT)

Seit einigen Jahren werden extrakorporale Stoßwellen in der Urologie zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingesetzt. Einige Studien konnten bereits eine erfolgreiche Behandlung gegenüber etwa PDE-5 Hemmern (z.B. Viagra) nachweisen. Dabei treten auch beim Einsatz höherer Energiemengen keine gravierenden Nebenwirkungen auf.

Eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Stosswellentherapie ist die sogenannte radiale Stoßwellentherapie. Die radiale Stoßwelle wird durch ein druckluftbeschleunigtes Projektil in einem Handstück erzeugt und dann über einen Applikator in den Körper eingeleitet. Durch die radiale Ausbreitung der Stoßwellen kann ein größeres Zielvolumen als bei der herkömmlichen fokussierten Stoßwellentherapie behandelt werden. Dies eignet sich besonders für eine Behandlung der Schwellkörper des Penis. Mittels einer fachurologischen Untersuchung sollte jedoch herausgefunden werden, ob eine Indikation für eine radiale Stoßwellentherapie vorliegt.

Nach den vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen ergeben sich folgende Indikationen für den Einsatz der radialen Stoßwellentherapie:

  • alle Formen der Erektilen Dysfunktion (Potenzsstörungen)
  • Induratio penis plastica (Peyronies´s Disease)
  • Chronisches Beckenschmerzsyndrom

Wie wirken die radialen Stosswellen?

Für die Erektion ist eine gute Durchblutung des Schwellkörpers extrem wichtig und trägt einen wesentlichen Anteil an der männlichen Erektion bei. Die schmerzfreie Stoßwellenbehandlung regt die Durchblutung des Penis und die Bildung neuer Gefäßstrukturen an. Die Stoßwellenbehandlung ist sowohl als „stand alone“-Anwendung erfolgreich aber auch in Kombination mit anderen Behandlungsformen wie z.B. Vakuumpumpen oder auch PDE-5 Hemmern (z.B. Viagra).

Wie läuft die Behandlung ab?

Die radialen Stosswellen werden mit einem ergonomischen Handstück direkt oder durch den Slip auf Penisschaft und Genitalumgebung abgegeben und stimulieren die betroffenen Gefäße. Eine lokale Betäubung des Behandlungsareals ist nicht erforderlich. Direkt nach der Behandlung können Sie Ihren normalen Alltag fortführen. Arbeiten oder Sport sind unmittelbar nach Behandlung problemlos möglich. Auch auf sexuelle Aktivität muss nicht verzichtet werden.

Je nach Grad der funktionellen Einschränkung sind durchschnittlich ca. 5 bis 8 Behandlungen à 25 Minuten nötig und sollten ca. zweimal pro Woche durchgeführt werden.

Sind Nebenwirkungen zu erwarten?

Aufgrund des geringeren Energieeinsatzes und der flächigen Ausbreitung der Stoßwellen stellt die radiale Stoßwellentherapie ein sehr schonendes Behandlungsverfahren dar. Die Anwendung ist schmerzfrei. Probanden sprechen lediglich von Wärmeempfindung und leichter Vibration.

Wann kann eine ESWT nicht angewendet werden?

Es gibt nur wenige Gegenanzeigen, die nach heutigem Kenntnisstand die Anwendung von radialen Stoßwellen einschränken:

  • Patienten mit Gerinnungsstörungen / Marcumarpatienten
  • Offene Wunden oder Infektionen in der Nähe des Behandlungsgebietes
  • Herzschrittmacher

Wie hoch sind die Erfolgschancen?

Mit der radialen extrakorporalen Stoßwellentherapie lassen sich bei den angeführten Indikationen in ca. 70 bis 90 % der Fälle langfristig gute bis sehr gute Behandlungsergebnisse erzielen. Bei vielen Betroffenen zeigt sich schon wenige Wochen nach Behandlungsbeginn eine Verbesserung. In einigen Fällen führt bereits eine Therapiesitzung zu ersten positiven Ergebnissen. Probanden berichten über positive Veränderungen und eine längere bzw. stärkere Erektion.

Wie lange halten die Ergebnisse an?

Die Stosswellentherapie wird seit den 1990 er Jahren in der Physikalischen Therapie eingesetzt. Allerdings ist die Behandlung der erektilen Dysfunktion eine neue Behandlungsmethode, weshalb es noch keine Langzeitergebnisse gibt. Ärzte nehmen an, dass die Dauer von der Schwere der ED, den zugrundeliegenden Ursachen und dem Alter des Patienten abhängt.

Kann man die Behandlung wiederholen?

Ja. Sollte die Wirkung der Stosswellentherapie nachlassen, so ist eine erneute Anwendung problemlos möglich.

Werden die Behandlungskosten für die ESWT übernommen?

Die radiale extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) stellt keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen dar, die Behandlungskosten müssen deshalb vom gesetzlich versicherten Patienten selbst getragen werden. Von den privaten Krankenversicherungen werden die Kosten im Rahmen der GOÄ in der Regel erstattet. Über die Höhe der Kosten Informieren wir Sie gerne im Rahmen eines Beratungsgesprächs.

Was ist die GentlePro®-Stoßwellentherapie?

  • nicht-invasive Behandlung
  • je nach Indikation: 5-8 Behandlungseinheiten à 25 Min. (schmerzfrei), 1-2 Sitzungen/Woche
  • Pennisschaft und umgebender Genetalbereich wird mit Handstück stimuliert
  • mechanische Impulse auf den Penis: Akustische, radiale Stoßwellen (AWT) regen die Durchblutung des Schwellkörpers an
  • Bildung neuer Gefäßstrukturen (Neoangiogenese)
  • gut verträgliche Behandlungsmethode/ keine Nebenwirkungen

Was kann die Behandlung?

  • Verbesserung der Durchblutung und somit bessere Erektionsfähigkeit
  • längere Standhaftigkeit
  • bessere Leistungsfähigkeit
  • mehr Spontanität beim Sex
  • positiver Neben-Effekt: Vergrößerung und Umfangssteigerung des Pennis
  • Erfolgsquote höher als bei PDE-5- Hemmern (z.B. Viagra) nachgewiesen