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Beschneidung / Zirkumzision in Köln

Eine Beschneidung (oder Zirkumzision) ist ein operativer Eingriff, bei dem die Vorhaut des Penis teilweise oder ganz entfernt wird.

Wann ist eine Beschneidung notwendig?

Dies kann aus medizinischen Gründen erforderlich sein, wenn man an einer Vorhautverengung, der sogenannten Phimose, leidet. Hierdurch kann es zu Entzündungen der Vorhaut, Schmerzen bei der Erektion oder auch zu Beschwerden beim Urinlassen kommen. Eine Phimose kann bei Kindern, Jugendlichen und auch erwachsene Männer vorkommen.

Bei Jungen ist eine Phimose bis zum 3. Lebensjahr normal und bedarf im Normalfall keiner Behandlung. Daher empfehlen wir, eine Beschneidung frühestens ab diesem Alter durchzuführen und auch nur, wenn die oben beschriebenen Beschwerden bestehen.

Ist eine Vollnarkose notwendig?

Bei Kindern und Jugendlichen wird die Beschneidung in Vollnarkose durchgeführt. Am Beginn der Operation wird zusätzlich eine lokale Betäubung an der Penisbasis gesetzt, damit nach der Operation die Schmerzen so gering wie möglich bleiben.

Bei Erwachsenen ist der Eingriff problemlos und unter örtlicher Betäubung durchführbar. Hierbei wird das lokale Betäubungsmittel an zwei Stellen an der Penisbasis eingespritzt.

Ist die Beschneidung ambulant durchführbar?

Die Beschneidung wird in aller Regel ambulant durchgeführt.

Was ist nach der Beschneidung zu beachten?

In der Regel können Sie schon am ersten Tag nach der Operation wieder Schreibtischtätigkeiten durchführen. Sie dürfen ab dem 2. Tag nach der Operation wieder duschen.

Zunächst können leichte Schwellungen auftreten, die jedoch mit entzündungshemmenden Medikamenten und Schmerzmitteln einfach zu behandeln sind.

Nach der Beschneidung können leichte Gefühlsstörungen im Bereich der Eichel auftreten, welche in der Regel nur vorübergehend sind. Zudem hat ein beschnittener Mann nach dem Eingriff das Gefühl einer freiliegenden Eichel, welches nach einigen Tagen nachlässt.

Sollten Sie schwerer körperlicher Arbeit nachgehen empfehlen wir 2-3 Tage zu pausieren. Sport ist nach etwa 10-14 Tagen, Geschlechtsverkehr nach ca. 3 Wochen wieder möglich. In allen Fällen ist zu Beginn jedoch Vorsicht anzuraten.

Urinlassen nach der OP?

Das Urinlassen nach dem Eingriff wird nicht beeinflusst. Es kann ganz normal Urin gelassen werden. Dies ist auch nach lokaler Betäubung gut möglich.

Schmerzen nach der Beschneidung?

Das Schmerzempfinden nach dieser Operation ist individuell extrem unterschiedlich. Leichte Schmerzen nach dem Eingriff sind vollkommen normal und können mit entzündungshemmenden Medikamenten und Schmerzmitteln gut behandelt werden.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

  1. Tag nach der OP: Wundkontrolle (wird in aller Regel in unserer Praxis durchgeführt)
  2. -7. Tag nach der OP: Wir empfehlen 2x pro Tag Kamille Penisbäder für ca. 5-10 Minuten, danach fetthaltige Wund- und Heilsalbe auf die Wunde auftragen. Duschen ist ab dem 2. Tag nach der OP möglich.
  3. 10.-14. Tag nach der OP: Abschlußkontrolle und ggf. Besprechung des histologischen Befundes (erfolgt bei dem zuweisenden Arzt)

Wann werden die Fäden entfernt?

Wir verwenden ausschließlich selbstauflösende Fäden. Die Fäden beginnen um den 10. bis 14. Tag sich aufzulösen. Bis die Fäden komplett verschwunden sind kann es bis zu 4 Wochen dauern. Fadenreste können mit den Fingern selbst entfernt werden.

Wie verändert sich die Sexualität?

Sexuelles Lustempfinden, Erektionsfähigkeit und Ejakulation werden durch die Beschneidung nicht beeinflusst. In sehr seltenen Fällen können Gefühlsveränderungen auf der Eichel auftreten, die zu einem veränderten Gefühl beim Geschlechtsverkehr führen können. Manche Männer berichten über eine verlängerte Zeit bis zum Höhepunkt (Orgasmus).

Welche Komplikationen können auftreten?

Die Komplikationen der Beschneidung sind gering. Nach der Operation kann es in seltenen Fällen zu Nachblutungen, Entzündungen, nicht Wasserlassenkönnen und Engen der Harnröhrenmündungen kommen.

Was kostet die Beschneidung?

Bei einer medizinischen Indikation werden die Kosten in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Beschneidung aus religiösen Gründen

Ein wichtiges Thema ist die Beschneidung aus religiösen Gründen. Der Paragraph § 1631 d BGB erlaubt es Eltern in Deutschland, diese Entscheidung für ihr Kind zu treffen, auch wenn die Beschneidung nicht medizinisch indiziert ist. Es steht dem Arzt jedoch frei, ob er einen derartigen Eingriff durchführt. Da ein Wunscheingriff keine Kassenleistung ist, wird Ihnen diese Leistung in Rechnung gestellt und von der Krankenkasse im Regelfall nicht erstattet. Wie bei jedem anderen Eingriff sollten alle Beweggründe und Risiken bedacht werden, insbesondere das Risiko einer bei Säuglingen und Kindern obligaten Narkose. Bitte sprechen Sie Ihren Wunsch bei uns ganz offen an. Wir können Sie diesbezüglich gerne beraten.