Endoskopische Harnleiterspiegelung (Ureterorenoskopie) mit Steinentfernungen aus Harnleiter und Blase

Eine Ureterorenoskopie (URS) ist eine endoskopische Harnleiter- und Nierenspiegelung. Sie wird beispielsweise zur Entfernung von Harnleiter- oder Nierensteinen oder zur Abklärung mit eventueller Probenentnahme (Biopsie) bei Verdacht auf einen Tumor im Harnleiter oder in den Nieren durchgeführt.

Wir verwenden hierzu moderne Video-Endoskope mit denen unter direkter Sicht über die Harnröhre in die Harnblase und dann in den Harnleiter bzw. die Niere eingegangen wird. Da der Zugang über natürliche Körperöffnungen erfolgt, ist kein Schnitt notwendig.
Häufig ist der Einsatz weiterer sehr feiner Geräte wie Lithotrypter (Gerät zur Steinzertrümmerung), Zangen oder Körbchen (zur Steinentfernung) erforderlich.

Außerdem wird in der Regel nach dem Eingriff eine sehr dünne Harnleiterschiene (sogenannter Doppel-J-Katheter) in das Nierenbecken und den Harnleiter platziert. Dies ist notwendig um den Abfluss des Urins aus der Niere in die Blase zu gewährleisten und möglichen postoperativen Nierenkoliken vorzubeugen.

Patientenvideo - Ureterorenoskopie

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Patientenvideo - Harnleiterschiene

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Erfolgt die Ureterorenoskopie ambulant oder stationär?

Der Eingriff kann sowohl ambulant als auch stationär (1-2 Tage) durchgeführt werden. Hierzu beraten wir sie gerne.

Ist eine Vollnarkose erforderlich?

Ja, der Eingriff findet immer in Vollnarkose statt.

Wie lange dauert eine Ureterorenoskopie?

Dies ist im Allgemeinen abhängig von der Größe und der Lokalisation des Steins. Meist dauert der Eingriff etwa 30-60 Minuten.

Ist die Ureterorenoskopie ein sicheres Verfahren?

Durch den Einsatz von kleinen modernen Instrumenten ist die Ureterorenoskopie ein risikoarmes Verfahren. Schwerwiegende Komplikationen oder Verletzungen treten sehr selten auf.

Was gibt es bei der Harnleiterschiene zu beachten?

Die Harnleiterschiene ist im Allgemeinen gut verträglich. Man kann hiermit alle Dinge des täglichen Lebens (inkl sportliche Betätigung) wahrnehmen. Da sie ein Fremdkörper ist kann sie in manchen Fällen zu erhöhtem Harndrang und gelegentlich zu bewegungsabhängigen Schmerzen führen. Beim Wasserlassen kann ebenfalls in manchen Fällen ein Druck im Bereich der Niere entstehen. Dies ist völlig ungefährlich und kann durch häufigeres Wasserlassen zur Verringerung des Blasendrucks verhindert werden.

Wie wird die Harnleiterschiene entfernt?

Die Harnleiterschiene kann eine Woche nach dem Eingriff ambulant entfernt werden. Eine Narkose ist hierzu nicht erforderlich.